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Plaut endgültige Geschäftszahlen 21.03.2001
aktiencheck.de
Die Plaut AG (WKN 918703) gibt heute die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2000 bekannt, so heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Unternehmens. Das Unternehmen, das zu den führenden Management-Beratungsgesellschaften von der Strategieberatung bis zum IT-Outsourcing zählt, steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent von 229,8 Millionen auf 290,6 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um über 365 Prozent von ca. 2,4 Millionen auf rund 11,4 Millionen Euro.
Das Konzernergebnis nach Steuern lag mit ca. 5,0 Millionen Euro um 192 Prozent höher als vor einem Jahr (Vj. 1,7 Mio. Euro). Das Ergebnis pro Aktie nach DVFA/SG erreichte 0,25 Euro, nach 0,12 Euro in 1999.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand einen Umsatz in Höhe von 367 Millionen Euro, das entspricht einem Zuwachs von rund 25 Prozent, und eine EBIT-Marge von über 5 Prozent. In den kommenden fünf Jahren sollen die Umsätze um durchschnittlich 20 Prozent zulegen; zudem soll die EBIT-Marge in den nächsten drei Jahren um jährlich 2 bis 3 Prozentpunkte verbessert werden. In den Planzahlen sind mögliche Akquisitionen nicht berücksichtigt. Aufgrund der Ergebnisse in den ersten Wochen des Jahres 2001 und der sehr guten Auftragslage wird Plaut seine Zielsetzungen für das erste Quartal 2001 erreichen.
Bei den nach US-GAAP bilanzierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2000 liegt Plaut, wie bereits am 8. Februar 2001 und 21. März 2001 ad hoc vermeldet, bei Umsatzerlösen und Ergebnissen unter den eigenen Planungen und den durchschnittlichen Analystenerwartungen. Der wesentliche Grund dafür ist, dass Plaut die im Oktober 2000 getätigte Übernahme von J.J. Croney & Associates nicht wie vorgesehen nach der Pooling-of-Interest-Methode konsolidiert hat, da Plaut voraussichtlich einen der erworbenen Unternehmensbereiche veräußern wird. Damit können rund 17 Millionen Euro Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2000 nicht konsolidiert werden.
Ein weiterer Grund ist darin zu sehen, dass Plaut die geplante Akquisition eines amerikanischen Consultingunternehmens abgesagt hat. Obwohl die Verhandlungen positiv verlaufen sind, hat der Vorstand der Plaut AG beschlossen, diese Akquisition mit Rücksicht auf die Interessen der bestehenden Aktionäre nicht durchzuführen. Durch den Rückgang des Kursniveaus am Neuen Markt hätte sich die Übernahme für Plaut im Verlauf der Verhandlungen um 50 Prozent verteuert, weil ein Aktientausch vereinbart war. Eine Akquisition dieser Größenordnung war Bestandteil der Planung 2000.
Des weiteren müssen nach Audit der Konzernwirtschaftsprüfer Umsätze und Ergebnisse aus einigen Festpreisprojekten zum Teil in das Geschäftsjahr 2001 verschoben werden, die aus nationaler Sicht für das Geschäftsjahr 2000 bereits testiert waren. Ursache dafür sind Unterschiede zwischen nationalen Bilanzierungsvorschriften von Plaut Tochtergesellschaften und der Konsolidierung nach US-GAAP im Plaut-Konzern.
Von dem im vergangenen Jahr erzielten Umsatz entfielen 55 Prozent auf das Geschäftsfeld BackOffice Solutions, 29 Prozent auf IT & Hosting Solutions, 13 Prozent auf eBusiness Solutions und 2 Prozent auf FrontOffice Solutions sowie 1 Prozent auf Strategy Consulting. Regional betrachtet lagen die Schwerpunkte mit 44 Prozent Umsatzanteil in Mittel- und Südeuropa und 30 Prozent in Nordamerika.
An der Schwelle zum 21. Jahrhundert sieht sich die Beratungsgruppe Plaut in ihrem Marktumfeld gut positioniert. "Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist es uns gelungen, unsere Stellung auf dem wettbewerbsintensiven Beratungsmarkt durch die gezielte Expansion unserer Geschäftstätigkeit deutlich zu festigen. Dabei haben wir nicht nur unsere internationale Präsenz erheblich verstärkt, sondern zugleich unsere Expertise auf besonders wachstumsstarken Geschäftsfeldern weiter ausgebaut," kommentierte der Chief Executive Officer Erich Lebeiner das Ergebnis. "Unserem Ziel, Plaut unter den kompetenten und großen international tätigen Beratungsunternehmen zu etablieren, sind wir damit ein gutes Stück nähergerückt."
Im Geschäftsjahr 2000 hat Plaut sechs Akquisitionen durchgeführt. Mit der Übernahme von I.T.&C. ist der Eintritt in den wichtigen spanischen Markt gelungen. In den USA wurde die Marktposition mit den Akquisitionen des e-Business- und Internet-Spezialisten Lara Consulting, des Beratungsunternehmens Sigma sowie J.J. Croney & Associates, ein Anbieter von ASP- und e-Business-Lösungen, ausgebaut. In Kanada hat Plaut die Beratungsgesellschaft Optimum Software Solutions und in Brasilien Loyalty Solution Services, Spezialist für Customer Relationship Management (CRM)-Systeme, übernommen. Schließlich ist Plaut eine 40 prozentige Beteiligung am österreichischen CRM-Consulting-Unternehmen TCG eingegangen, die mit Wirkung vom 1. Januar 2001 auf 100 Prozent erhöht wurde.
Die Zahl der Mitarbeiter der Plaut AG stieg von 1.715 Personen Ende 1999 auf über 2.000 Ende 2000. Der Anteil der Berater lag mit 1.600 bei rund 80 Prozent. Bis Ende des Jahres soll die Zahl der Mitarbeiter auf 2.600 ansteigen. In den drei bis vier nächsten Jahren soll das Unternehmen auf eine Größe von mehr als 5.000 Mitarbeitern darunter 4.000 Beratern heranwachsen.
Das Geschäftsjahr 2001 wird im Zeichen der Integration der übernommenen Gesellschaften und der Stärkung der neuen Landesorganisationen stehen. Nun können die Investitionen in die besonders wachstumsstarken Segmente international ausgeschöpft werden. Denn die jetzt etablierte Infrastruktur erlaubt erstmals eine flächendeckende Ausweitung des gesamten Portfolios. Dies wird die Unternehmensentwicklung doppelt fördern: Durch die verstärkte Kompetenz im FrontOffice kann die hochwertige Integrationsleistung in BackOffice-Systeme und in bestehende Kundenanwendungen besser vermarktet und die Beraterressourcen besser genutzt werden. Zusätzlich erhöht sich damit auch die Leistungsfähigkeit als Anbieter für eBusiness-Lösungen.
Parallel dazu strebt die Beratungsgruppe eine Verbesserung ihrer Position bei der Gewinnung und Durchführung von multinationalen Projekten an. Um künftig gezielt die Fortune 500-Kunden ansprechen zu können, müssen rasch die notwendigen internen Voraussetzungen geschaffen werden. Hierzu gehören z. B. der Aufbau eines internationalen Key Account Managements oder ein verbessertes Ressourcenmanagement.
Nicht zuletzt dank der Partnerschaften mit wichtigen Softwareherstellern wie SAP oder Siebel sowie der großen Kundenbasis von mehr als 2.000 Unternehmen erwartet Plaut überdurchschnittlich hohe Zuwachsraten.
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